Der Weisskunig mit Schwarzen Sarg

Das Stück für zwei Musiker und zwei Tänzer befasst sich mit der Position des „Moriskentanzes“ und der Unterhaltungskunst in Bezug auf das Leben Kaiser Maximilians. Kaiser Maximilian soll angeblich unter schweren Depressionen gelitten haben und ab 1514 immer mit einem Sarg im Gepäck verreist sein. Daran könnten auch die ständigen Schmerzen, die durch eine alte Beinverletzung verursacht wurden, schuld gewesen sein. Außerdem lebte der Kaiser umgeben von Krieg und Tod. Vor diesem Hintergrund muss die Unterhaltung durch erheiternde Tänze und musikalische Darbietung entweder ein rettender Anker der Ablenkung oder ein Spiegel der Groteske gewesen sein.
Das Musiktheaterstück reflektiert über die Unterhaltungskultur zu Zeiten Kaiser Maximilians und die Erwartungshaltung des Publikums an ein derartiges Spektakel, unter Verwendung bekannter Elemente, wie historischer Instrumente und Kostüme, sowie der Aufführungssituation. Dies wird gebrochen durch eine Neuinterpretation der Referenzen und einer zeitgenössischen Suche in Bezug sowohl auf das musikalische als auch auf das bewegungstechnische Vokabular.

Komposition: Amir A. Ahmadi
Choreographie und Tanz: Anna Possarnig und Maria Shurkhal
Kostüm: Valentina Shurkhal